Wer in KI-Antworten auftauchen will, muss zuerst verstehen, woher diese Antworten ihr Material nehmen. Die Verteilung ist eindeutiger, als die meisten Unternehmen vermuten, und sie widerspricht der verbreiteten Annahme, es gehe vor allem um Presse.
Nach der Auswertung von 250.000 KI-Antworten durch blinq entfallen 66,2 Prozent der zitierten Quellen auf Unternehmenswebsites, Blogs und Landingpages. Nachrichtenportale kommen zusammen auf 5,2 Prozent, Fachpresse auf 7,4 Prozent. Welche Medien dabei im Einzelnen vorne liegen, haben wir in einem eigenen Beitrag aufgeschlüsselt: Welche Medien zitiert ChatGPT?
Das klingt zunächst so, als sei Pressearbeit überflüssig. Das Gegenteil stimmt. Eine Auswertung von über 25 Millionen zitierten Links durch Muck Rack ordnet 84 Prozent der Zitationen Earned Media zu, also Inhalten, über die Dritte aus eigenem Antrieb berichtet haben. Beide Zahlen zusammen ergeben das eigentliche Bild: Ihre eigene Seite liefert den Text, den ein Modell zitiert, aber ob es Ihnen überhaupt glaubt, entscheidet sich daran, ob andere über Sie schreiben.
Für ein mittelständisches Unternehmen folgt daraus eine unbequeme Reihenfolge. Zuerst muss die eigene Website die Fragen der Zielgruppe tatsächlich beantworten. Erst danach lohnt es sich, Geld in Reichweite zu stecken.