Die Pressemitteilung ist ein Angebot. Sie schreiben eine Nachricht so auf, dass eine Redaktion sie ohne großen Aufwand verwenden kann, und schicken sie an einen Verteiler. Ob daraus Berichterstattung wird, entscheidet die Redaktion. Der Kanal funktioniert nach wie vor: Laut einer Befragung von news aktuell aus dem Frühjahr 2025 unter mehr als 1.000 Medienschaffenden in Deutschland, Österreich und der Schweiz nutzen 85 Prozent Pressemitteilungen als Recherchequelle, 43 Prozent sogar täglich. Damit liegt der Kanal knapp vor persönlichen Gesprächen mit 84 Prozent und vor Suchmaschinen mit 80 Prozent.
Das Advertorial ist ein Kauf. Sie erwerben Platz in einem Medium, der Beitrag erscheint im Layout des Hauses, und das Erscheinen ist vertraglich zugesichert. Der Preis richtet sich fast vollständig danach, ob das Medium Reichweite garantiert oder nur den Platz verkauft. Nach § 5a UWG muss der kommerzielle Charakter erkennbar sein, üblicherweise durch die Kennzeichnung als Anzeige oder bezahlter Beitrag.
Organische Presse ist Beziehungsarbeit. Statt einer einzelnen Meldung steht dahinter ein Themenplan, ein gepflegter Verteiler und die persönliche Ansprache einzelner Journalisten. Der Report State of Journalism 2026 von Muck Rack, für den 897 auswertbare Antworten von Journalisten zwischen Ende Januar und Anfang März 2026 erhoben wurden, zeigt, woran es meistens hängt: 86 Prozent der Befragten sagen, dass Pitches zumindest einige ihrer Geschichten anstoßen. Gleichzeitig verwerfen 88 Prozent einen Pitch sofort, wenn er nicht zu ihrem Ressort gehört. Der Erfolg entscheidet sich also nicht am Text, sondern an der Auswahl des Empfängers.